Es gibt wirklich keinen besseren Zeitdieb als Google Earth. Da gibt es ja immer was neues, immer irgendetwas, das man noch nicht gesehen hat; die Verweildauer ist von daher komplett elastisch.
Habe ich fünf Minuten, gucke ich mir kurz ein Stadtviertel oder eine Eisenbahntrasse, die ich neuerdings befahren habe, aus der Luft an. Habe ich eine Stunde, wähle ich mir eine Stadt aus und mache einen ausführlichen Rundgang aus der Vogelperspektive.
Dabei bin ich dann super gerne über Berlin. Faszinierend, diese Stadt aus der Luft: So lassen sich am besten z. B. der alte Mauerverlauf oder die neuen Bauarbeiten anschauen. Oder man kann ein Viertel begutachten, das man noch nicht kannte – denn bei der Größe der Stadt gibt es immer noch welche, von denen ich keine Ahnung habe.
Was sich auch prima über Google Earth angucken lässt, ist das Regierungsviertel. Das ist ein 1,70 Kilometer langer Streifen, der sich quer durch den Spreebogen erstreckt und so die Wiedervereinigung, das Ineinanderschmelzen von Ost und West, verdeutlichen soll.
Aber fragt man den normalen Bundesbürger, was das alles für Gebäude sind und wie sie aussehen, so hat er wenig Plan. Die Touris sowieso nicht. Denn eigentlich assoziert man Berlin mit… na, was denn?
Für mich ist Berlin durch und durch der Alex. Allerdings lässt sich der über Google Earth nicht so schön angucken wie dieses Regierungsviertel. Wobei das Regierungsviertel sich doch am Besten mit einem fachkundigen Architekten zu Fuß erkunden lässt, wie ich das in dieser Folge gemacht habe.

http://www.lostindeutschland.de
Wie immer unterhaltungswert
Wie immer unterhaltungswert und sehenswert. Hätte auch Reichtagsgebäude getippt. Wäre es heute noch DDR würde ich Fernsehturm oder Alexanderplatz bevorzugen. Beides verbindete man damals zu DDR-Zeiten ganz besonders :)