Schnee, Glühwein, Weihnachtslieder! Holzspielzeug, Dominosteine, Kerzen! Wahrlich handelt es sich in dieser Saison um: Deutschland, ein Wintermärchen!
Nun meinte das Heine eher ironisch mit dem „Wintermärchen“, aber daran störe ich mich in der Formulierung nicht. Denn kein Land macht so viel aus Weihnachten wie Deutschland. Kaum ein Viertel, kaum ein Dorf ohne Weihnachtsmarkt, wo Glühwein und Grog ausgeschenkt, Schmalzgebäck und Schokolade verspeist werden. Sanftes Licht und Weihnachtsbäume, lachende Kinder und lauter lachende Glühweintrinker. Alles ein Weihnachtsmusterbild, wie das britische Kind das höchstens mal aus irgendwelchem Märchenbuch mit gehobenem Qualitätsanspruch kennt.
Doch Schönheit ist rätselhaft, zumal ich eben so ein britisches Kind war und das mit dem gemütlichen deutschen Weihnachtsfest erst jetzt nachhole: Also weiß ich noch nicht, worum es sich beim Wörtchen „Plätzchen“ handelt.
Und da Düsseldorf das mit der Verniedlichungsform echt drauf hat (Füchschen Alt, die Engelchen Bar, das Friedensplätzchen), bin ich mal eben dorthin gefahren, um den kleinen Plätzen auf den Grund zu gehen.

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Es haben jetzt 400 Zuschauer
Es haben jetzt 400 Zuschauer gesehen :-)